...ich liebe Flash Mobs, vor allem, wenn Sie gut organisiert und von den Ideen her sehr kreativ sind. Wer das Thema zum ersten Mal hört: Flash Mobs sind koordinierte Menschenansammlungen, die zu einer bestimmten Zeit abgesprochene Aktionen durchführen, z.B. sich auf den Boden schmeißen und schlafen legen oder sich in die Arme fallen. Ganz egal, was Kern der Aktion ist, dadurch, dass plötzlich mehrere dutzend oder hundert Menschen das gleiche machen, wird der Alltag aller anderen Menschen durcheinander gebracht. Man kann einfach nicht anders als verwundert dazustehen und zuzuschauen. Hier mal ein Beispiel: "Slo-Mo in Home-Depot"...
Wahre Meister der Inszenierung solcher Flash-Mobs sind die Macher von ImprovEverywhere. Beispielhaft zu nennen ist etwa eine Aktion bei der die Mitglieder sich alle weiße Hosen und blaue Poloshirts angezogen haben und dann als ganz normale Konsumenten nacheinander in den Elektronikmarkt "best buy" gegangen sind, in dem die Angestellten generell blau/weiß gekleidet sind. Grandios auch eine koordinierte Tanzeinlage in einem Virgin Superstore.
Aber auch in kleinerem Rahmen sind Flash-Mobs ein absoluter Garant dafür Aufmerksamkeit zu erregen. So inszenierte das Team eine "Straßen-Hypnose-Vorstellung" im Central Park bei der natürlich der Hypnotiseur, die Hypnotisierten und auch ein Gros der anfänglichen Zuschauer Eingeweihte waren. Auf diese Art und Weise konnte der Hypnotiseur quasi wahre Wunder vollbringen, wie z.B. die Frau eines Pärchens dazu bringen, dass sie sich unsterblich in einen anderen Zuschauer verliebte. Einem anderem Teilnehmer wurde eingeflüstert, er sei John Travolta, was der Betroffene natürlich sehr glaubwürdig spielte. Der Höhepunkt der Show: Der Hypnotiseur macht einen Abgang und lässt die Hypnotisierten einfach zurück. Ein Heidenspaß :)
Die Frage, die sich bei Flash-Mobs fast automatisch stellt, ist: Wie kann man solche Aktionen fürs Marketing einsetzen? Das Potenzial ist gewaltig. Nicht nur, dass die einzelnen Videos einzelner Vereinigungen Millionenen von Abrufe bei Youtube zählt, auch die Medien berichten regelmäßig über interessante Flash-Mobs. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Die meisten Sichtkontakte mit den Videos erfolgen in der Regel über E-Mail, sprich als Anhang zu einer Empfehlung. Die Zahl von Videoabrufen, die auf diese Weise entstehen, ist nicht selten mehr als vier Mal so groß wie die Youtube Abrufe. Klar, hier greifen virale Verbreitungsmechanismen, wie auch bei lustigen Spots, doch das interessante bei den Flash-Mobs von ImprovEverywhere ist nicht, dass sie lustig sind, sondern das sie geschickt (bewusst oder unbewusst) bekannte Marken in Szene setzen. Bei ImprovEverywhere sind das beispielsweise "Best Buy", "Home Depot" oder "Virgin" - und alle diese Shops kommen bis auf "Best Buy", die die Teilnehmer des Flash-Mobs rausschmeißen, sehr gut weg bei der Sache.
Für Firmen bieten sich hier also interessante Ansätze, vor allem weil ein Unternehmen mit Geld locken kann und (noch besser) häufig auf eine große Basis an Markenfans zurückgreifen kann. In gewisser Weise passiert das auch schon, Media Markt ist hier Vorreiter, wenn auch in einer subtilen Art und Weise...
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...ist eigentlich ein 
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